Finale mit 3:1 gewonnen

Der erste Turniersieg einer deutschen Nationalmannschaft ist eingetütet. Schon zur Halbzeit sorgten Taime und zweimal Kofi für den 3:1-Halbzeitstand. Der zwischenzeitliche Ausgleich blieb das einzige Gegentor in den vier Spielen. Bilder folgen!

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Die Null steht, das Finale folgt

Früh morgens um 7.00 Uhr ging es für uns von Saitama nach Yokohama. Dort haben wir am nationalen Pokal teilgenommen. Das erste Spiel konnten wir gegen die Samurai Stars mit 5:0 gewinnen. Vedat, Basti, Taime und zweimal Kofi waren die Torschützen. Danach standen wir im Halbfinale, das wir durch ein Tor von Vedat mit 1:0 für uns entscheiden. Um 10.30 Uhr steht das Finale an. Wir wollen die Null halten und die nächste Trophäe aus Japan entführen.

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Auswärtssieg! 3:0 gegen Japan

Trotz heftigen Sturms über den Dächern Saitamas besiegen wir Japan mit 3:0 (1:0). In der Startformation standen Enrico, Mulle, Alex, Vedat und Taime. Die Anfangsminuten waren aufgrund des Windes sehr geprägt von Anpassungsschwierigkeiten in der Kommunikation und Ballbehandlung. Doch nach einigen Minuten wurden wir ruhiger, konnten den Ball besser laufen lassen und die Japaner schon früh in ihre Hälfte drängen. Das japanische Angriffsspiel bestand größtenteils nur aus langen Abwürfen, die dann flink verwertet werden sollten. Das konnten wir jedoch geschickt unterbinden. Als der japanische Keeper bei einem deutschen Angriff seinen Torwartraum verließ, gab es den fälligen Sechsmeter. Mulle, der alte Spezialist, trat an den Punkt und brachte uns mit einem Schuss in den oberen Winkel in Führung. Bis zur Halbzeit änderte sich das Spielgeschehen trotz des Vorsprungs nicht. Wir versuchten das 2:0 zu erzielen, aber manchmal nahm nicht nur ein Japaner den Ball vom Fuß, sondern auch der starke Wind. So gingen wir mit der Führung in die Pause.
Zur zweiten Hälfte betraten Lukas und Kofi das Spielfeld. Schon in Halbzeit eins kam Bastizwischenzeitlich für Alex, der verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Zur zweiten Spielhälfte konnte Alex jedoch weiterspielen. So gelang ihm nach einem Dribbling über die linke Seite auch das 2:0. Japan verteidigte trotz des Rückstandes weiterhin häufig zu viert und sorgte so logischerweise kaum für Gefahr fürs deutsche Gehäuse, das mittlerweile Sebi hütete. Taime kam erneut für Alex in die Partie und wir konnten das Spiel relativ ruhig herunterspielen. Dennoch unterliefen uns einige unnötige Foulspiele, sodass es zu einem Achtmeter kam, der jedoch deutlich am Tor vorbei strich.
Wenige Minuten vor Schluss nahm Kofi den Ball in seiner unnachahlichen Art an der linken Bande an, zog nach innen und zog unhaltbar zum 3:0-Schlusspunkt ab. Der kümmerliche zweite Achtmeter Japans konnte von Sebi gefangen werden. Kurz nach seinem Abwurf ertönte der Schlusspfiff.

Das unheimlich freundliche Publikum, das zahlreich erschienen war, jubelte uns zu, als ob wir die japanischen Farben vertreten hätten. Das sind Momente, die man echt nur im Sport erleben kann. Grandios!
Eine Japanerin im Deutschland-Outfit war dabei wahrscheinlich unsere größte Unterstützerin!

Wir werden im Laufe des Abends hoffentlich Zeit finden, einige Impressionen vom Spiel folgen zu lassen.
Nun geht es morgen früh weiter nach Yokohama, um dort am nationalen Pokal teilzunehmen. Daher werden wir den Abend beim Essen gemütlich ausklingen lassen und früh in die Betten verschwinden.

Japanisch für Fortgeschrittene

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Zurück in die Junior High School hieß es für eine kleine Delegation von uns. Uli, Enrico, Vedat und Alex wurden von einigen hundert Schülern in der Aula begrüßt. Nach einigen Fragen zu unseren ersten Eindrücken von Japan demonstrierten wir ganz kurz den Blindenfußball mit einer kleinen Torschussübung. Von der Disziplin der Schüler, die mucksmäuschenstill auf dem Boden saßen und aufmerksam zuhörten wkönnten sich einige deutsche Kids eine gehörige Portion abschneiden. Das Foto zeigt Enrico bei der Übergabe eines Gastgeschenkes seiner Heimatgemeinde Veitshöchheim.

Im Anschluss wurde es dann richtig traditionell. Sumo stand auf dem Kulturplan. 16 Sumoschüler zeigten uns die sportartspezifischen Übungen und die Technik des Schiebens. Doch unsere Selbstversuche waren nicht so von Erfolg gekrönt. Diese Jungs sind menschliche Wände, die allerdings Spagat konnten. Respekt!

Damit wir morgen gegen die Japaner im Fußball besser aussehen, haben wir die erste Trainingseinheit absolviert. Dafür ging es hoch hinaus. Auf dem Dach eines großen Hochhauses befindet sich nämlich das Fußballfeld. Leider stand es heute ziemlich unter Wasser, da es den ganzen Tag geregnet hat. Schöne Grüße an dieser Stelle an alle, die in Deutschland die Sonne bei einem Eis im Park genießen.
Morgen soll es hier aber auch trocken sein.

Anpfiff ist um 13.30 Uhr, unserer Zeit!

Für heute Abend steht noch eine Teambesprechung an, bevor wir sicherlich alle wieder rechtzeitig in den Betten landen werden. Sobald es etwas Neues zu berichten gibt, versorgen wir euch mit den News.

Japanisch für Anfänger

Frankfurt – Doha – Tokyo. Nach ungezählten Flugstunden und ungezählten Flugzeugmahlzeiten sind wir gut, wenn auch ordentlich erschöpft in Japan angekommen. Über die Hochautobahn ging es dann zu unserer ersten Station in Saitama. Das Hotel hielt dann auch gleich eine landestypische Spezialität für uns bereit: der erste Toilettengang wurde so zu Erlebnis! Danach ging es bloß noch etwas Leckeres essen – es scheint, als würden wir alle zwei Stunden essen gehen. Um dem Jetlag nicht völlig ausgeliefert zu sein, gingen wir gegen 23 Uhr Ortszeit auf die Zimmer. Am frühen Morgen standen dann heute schon die nächsten Programmpunkte an. Doch dazu mehr im zweiten Teil: Japanisch für Fortgeschrittene.

Geburtstagsgrüße

Ali im Duell mit zwei Italienern, im Hintergrund verfolgen viele Zuschauer das Match
Voller Einsatz – Im ersten Spiel der Deutschen bei der EM in Italien 2013 hängt Ali gleich zwei Italiener ab – Die Nationalmannschaft gratuliert Ihrem Geburtstagkind (Foto: Husmann)

Mit der Nummer 9 auf dem Rücken lief er bisher zehn mal für die Nationalmannschaft auf. Dabei wartet der Marburger Goalgetter zwar noch auf seinen ersten Treffer im Deutschlanddress, zählt aber durch seine Einsatzfreude und hohe Ballsicherheit zu den Eckpfeilern der Mannschaft und steht beispielhaft für die Zukunft des deutschen Blindenfußballs.
Heute wird er 21 Jahre jung und wir gratulieren ihm herzlichst! Alles Gute, Ali, lass dich ordentlich feiern, bleib‘ gesund und munter, damit du uns auf und neben dem Fußballplatz weiterhin so viel Freude bereitest!

Horizonterweiterung

Teamfoto vom Juni 2013
In etwas anderer Zusammensetzung wie noch in diesem Foto kurz vor der EM 2013 in Italien macht sich die Deutsche Blindenfußball Nationalmannschaft auf den Weg nach Japan (Foto: Husmann)

In zwei Wochen, am 18. März, startet unsere fernöstliche Expedition. Mit einem Tross von 13 Personen reisen wir von Frankfurt über Doha nach Tokyo, um am 21. März ein Testländerspiel gegen Japan zu absolvieren.

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