Der geschädigte Niehaus befand sich zum Tatzeitpunkt bei der Ausführung einer Ecke. Den Ball vor sich hertreibend wurde er vom überführten Tatverdächtigen Smirek nach wenigen Ballumdrehungen rüde gestellt und gefällt. Dieser Vorgang wurde von den Zeugen Nowak und Blancone genauestens verfolgt und detailgetreu sowie glaubwürdig zu Protokoll gegeben. Drei weitere Tatzeugen sollten ebenfalls vernommen werden, waren zum Tatzeitpunkt allerdings blind.
Da Niehaus danach war Gleiches mit Gleichem zu vergelten, folgte ein identischer Tathergang. Gerade noch das Opfer mutierte Niehaus alsbald zum Täter. Er fällte Smirek nach einer erneuten Ecke mit einem lapidaren „Ups“. Eine wiederholte Zeugenvernahme erschien nicht notwendig, da in dieser Äußerung des Täters ein vollkommenes Geständnis enthalten war. Über das Strafmaß wird in bekannt türkischer Bürokratiemanier entschieden werden.
Aktuelles
Verwirrung im Lostopf
„“Frankreich oder England, Hauptsache Italien!!“
Ähnlich geographisch bewandert sprach einst der Fußballphilosoph Andi Möller über seine internationalen Einsätze. Überwältigt von den Eindrücken der Auslosung kam es auch bei unserer Jule zu ähnlichen Schwierigkeiten in der Geographie. Am Mittagstisch verkündete sie der Mannschaft freudestrahlend, dass China, Thailand und Frankreich die gelosten Gruppengegner seien. Zwischen Auslosung und endgültiger Bekanntgabe löste sich aber Frankreich vom europäischen Festland ab und verschmolz mit England zum eigentlichen Gruppengegner England. Nach diesen Grenzbereinigungen wissen wir jetzt endlich wo Belgien liegt. Dieses unscheinbare, kleine, aber durchaus vorhandene Land, hat zwar nichts mit diesem Turnier zu tun, ging aber bei den Verrückungsaktionen zwischenzeitlich kurz verloren. Es konnte wiedergefunden werden und Frankreich entgeht so einer Niederlage gegen Deutschland.
Schäfer und Smirek vor dem Aus?
Wie heute nach dem Technical Meeting bekannt wurde, ist es den türkischen Medizinern nicht möglich mehr als fünf Athleten pro Tag zu klassifizieren. Fraglich bleibt, ob bei der Abarbeitung nach dem Alphabet der Buchstabe S überhaupt erreicht werden kann. Das würde das Aus für die Sportsfreunde Schäfer und Smirek bedeuten, da sie international noch nicht klassifiziert sind. Nur gut, dass die „alten Hasen“ Russom, Schwarze und Wahl schon ihren Stempel im Pass haben.
Eröffnungsspiel gegen den Vize-Olympiasieger
China wird am Montag (04.04.2011) um 10 Uhr unser erster Gegner des Turniers sein. Dieses ergab die heutige Auslosung der Gruppen für das Blindenfußball-Turnier. Damit wird gleich die erste Partie zu einer absoluten Bewährungsprobe. Die Kicker aus dem Reich der Mitte gewannen bei den Paralympischen Spielen 2008 in Peking überraschend die Silber-Medaille und mussten sich im Finale nur den favorisierten Brasilianern nur knapp geschlagen geben. Der WM-Dritte gilt daher als Turnier-Favorit.
Das zweite Spiel am Dienstag (05.04.2011) um 12 Uhr hält für uns mit Vize-Europameister England unseren Dauerrivalen der letzten Jahre bereit. Innerhalb der letzten zwei Jahre standen wir den Inselkickern viermal gegenüber. Dabei gab es für uns drei Niederlagen und ein verdientes Remis in Hereford im April 2010. Daher wird ein Sieg fällig.
Auch der dritte Gruppengegner am Mittwoch (06.04.2011) um 10 Uhr
kommt aus Asien. Mit Thailand treffen wir auf eine junge Blindenfußball-Nation. Die Södostasiaten sammelten bei den Asienmeisterschaften 2010 ihre ersten internationalen Erfahrungen.
Die zweite Gruppe setzt sich aus dem Gastgeber Türkei, dem Europameister Frankreich und dem Vize-Asienmeister Iran zusammen.
Verwundert nahmen wir zur Kenntnis, dass Italien, Uruguay, Weißrussland und Südkorea entgegen vorheriger Ankündigungen nicht am Turnier teilnehmen werden.
Standardsituationen bestimmen das erste Training
Nach ca. einer Stunde Busfahrt zur Spielstätte betraten wir erstmals das Stadion. Ecken und Freistöße bestimmten vorwiegend das Training. Diese können auf Grund der Leistungsdichte
auf internationaler Ebene spielentscheidend sein.

Heute geht es um 19 Uhr mit einer Team-Besprechung weiter. Trainer Pfisterer wird uns auf die anstehenden Gegner einstimmen.
Micha, Sven, Lukas, Alex und Hein
Aus dem Flieger ins Schiff

Wir sitzen im Bug unseres Hotels, auf Korbstühlen, warten auf Kapitän Pfisterer. Er hat unsere Pässe eingesammelt und versucht nun uns einzuchecken. Bisher verlief alles planmäßig. Der Flieger hob zur angekündigten Zeit ab, Thilo musste während des Fluges Cengiz Aus dem Flieger ins Schiff weiterlesen

