Zum zweiten Mal Zweiter in Russland

Teamfoto der deutschen Mannschaft in St. Petersburg
Bordeaux im Angriff auf das deutsche Tor
Frederic Villeroux schießt von der Strafraumgrenze

Mit dem zweiten Platz im Gepäck sind wir am Sonntagnachmittag aus Sankt Petersburg in Frankfurt gelandet. Zum zweiten Mal Zweiter, aber in diesem Jahr waren wir deutlich dichter am Turniersieg als noch im Vorjahr.

Normalerweise hält die Enttäuschung nach einem verlorenen Finale ziemlich lange an. Doch nicht so bei uns am Samstagnachmittag. Wir hatten dem Star Ensemble aus Bordeaux einen harten Fight geliefert, ein schnelles, attraktives Blindenfußballspiel auf den Kunstrasen gelegt, uns sogar deutlich mehr Torchancen als die Franzosen erspielt, aber dennoch mit 0:1 verloren. Ein einziger verdeckter Schuss von Bordeaux-Kapitän Frederic Villeroux fand seinen Weg an unserer Abwehr vorbei und ins Netz. So sehr wie am Samstag kamen wir aber in allen vorherigen Aufeinandertreffen nicht vor das Bordeaux-Tor. Aus diesem Grund wäre ein Sieg oder zumindest ein torloses Unentschieden mit anschließendem Sechsmeterschießen schon die logische Konsequenz gewesen. Aber genau wie man einen Lionel Messi nicht 90 Minuten komplett aus dem Spiel nehmen kann, kann man einen Frederic Villeroux nicht 50 Minuten kaltstellen. Wir wissen aber, dass beim nächsten Aufeinandertreffen der erste Sieg endlich zur Realität werden kann. Noch vor zwei Wochen hatte das Team von Girondins de Bordeaux bei einem Vorbereitungsturnier in Thessaloniki den amtierenden Europameister Türkei zweimal geschlagen. Umso höher ist unser Spiel vom Samstag einzuordnen.

Taimi zieht etwa 6m vor dem Tor ab, der Schuss von rechts aus spitzen Winkel schlägt im unteren linken Eck ein
Taimi trifft ausspitzem Winkel zum verdienten Sieg gegen die Griechen

Ins Finale gebracht hatte uns ein 1:0-Sieg gegen PIRSOS Thessaloniki. Den Siegtreffer erzielte Taime nach einem Solo über rechts.

Weitere Tormöglichkeiten ließen wir leider ungenutzt, wobei der Sieg zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war. Bordeaux hatte sich gegen das russische Team aus Moskau erst im Sechsmeterschießen durchsetzen können. Beim Abpfiff stand es 0:0. Moskau holte verdientermaßen den dritten Platz, nachdem man gegen Thessaloniki mit 1:0 gewinnen konnte.

Den Samstagabend haben wir in grandioser russischer Gastfreundlichkeit ausklingen lassen. Sollte im nächsten Jahr wieder eine Einladung aus Sankt Petersburg kommen, werden wir diese sicherlich annehmen. Die Organisation war schon in dieses Mal optimiert worden. Im nächsten Jahr müsste bloß noch das Wetter am zweiten Tag mitspielen.