Deutschland – Thailand 5:0 – Fehlende englische Schützenhilfe verhindert Halbfinaleinzug der Deutschen

Im letzten Gruppenspiel konnten wir unseren bis dato höchsten Sieg einfahren. Um 10 Uhr wurde die Partie gegen Thailand bei bestem Wetter angepfiffen. Die Südostasiaten verloren ihre ersten Spiele mit 0:4 (England) und 0:2 (China). Um unsere Chance auf einen Halbfinaleinzug zu bewahren, musste natürlich ein Sieg her. Diesmal jedoch zudem mit einem möglichst hohen Ergebnis. Da wir nicht mehr aus eigener Kraft ins Halbfinale einziehen konnten, mussten wir im letzten Gruppenspiel zwischen England und China auf die Hilfe der Engländer hoffen. Nach unserem Sieg gegen Thailand hätte ein Sieg der Briten gereicht, um uns ins Semifinale zu bringen. Leider wurden unsere Gebete nicht erhört. Am Nachmittag trennten sich die Asiaten und Engländer unentschieden.
Wimpeltausch Wimpeltausch
Dieses bedeutet für uns nun: Spiel um Platz 5 gegen die Türkei, welches es am heutigen Mittag in der Gruppe B nicht schaffte, ins Halbfinale einzuzihen.

Ergebnisse Gruppenphase

Gruppe A:

China – Deutschland 1:1
England – Thailand 4:0
England – Deutschland 4:1
China – Thailand 2:0
Deutschland – Thailand 5:0
China – England 0:0

Tabelle:

1. England 8:1 – 7
2. China 3:1 – 5
3. Deutschland 7:5 – 4
4. Thailand 0:11 – 0

Gruppe B:

Türkei – Iran 0:0
Iran – Frankreich 3:1
Frankreich – Türkei 2:1

Tabelle:
1. Iran 3:1 – 4
2. Frankreich 3:4 – 3
3. Türkei 1:2 – 1

Halbfinale (08.04.2011):
Iran – China
Frankreich – England

Spiel um Platz 5 (08.04.2011):
Türkei – Deutschland

Spiel um Platz 3 und Finale (09.04.2011)

England – Deutschland wieder 4:1

Für das deutsche Team um Kapitän Fangmann ging es im zweiten Gruppenspiel darum seine gegen die Chinesen geschaffene Ausgangsposition mit einem Sieg gegen England weiter zu verbessern.Die Chance sicherer ins Halbfinale einzuziehen war zum Greifen nahe. Ebenso der erste Sieg gegen die Engländer. In der Vergangenheit trennten sich beide Nationen in vier Spielen nur einmal unentschieden. 

China – Deutschland 1:1 (0:1)

Shakehands mit China Shakehands mit China

 

Wer hätte es gedacht, dass wir uns nach einem Remis gegen den Vize-Olympiasieger und amtierenen Asienmeister ärgern würden. Doch genau dieses war die erste Reaktion nach dem Abpfiff. Doch alles der Reihe nach.

Modenschau führte zum Eklat – Revolution in der Türkei (03.04.2011)

(Diesen Text wollten wir schon gestern, 3.4., einstellen. Leider machte uns das Hotel-Netz einen Strich durch die Rechnung.)

Nach dem Frühstück bat uns der Trainer zum vormittäglichen Training. Hier zeigte sich die Kreativität der deutschen Equipe. Denn das Training wurde kurzerhand auf Grund des schlechten Wetters in einen Ballsaal des Hotels verlegt. Dieser war mit einem roten Teppich ausgelegt.

Mulle und Alex beim Training im Ballsaal

Es reihte sich somit in die Liste der außergewöhnlichen Trainingsstandorte des Nationalteams ein. Damit wird diese Einheit zukünftig in einem Atemzug mit dem Training im Flughafen Birmingham, am Atlantikstrand in Nantes und in der Fußgängerzone von Thessaloniki genannt werden.

Rätsel – Wer hat an Mulles Uhr gedreht?

Portrait Mulle

Antalya. Halb vier am Morgen. Die Frisur sitzt. Mulle auch. Senkrecht im Bett. Michael schläft. Mulle fragt:“Micha, wie spät ist es?“ Micha schlief. „Mulle, halb vier, schlaf weiter!“
Trotz Zeitumstellung und weithin bekannter guter innerer Uhr schien Mulle sich der neuen Zeitzone noch nicht angepasst zu haben und noch am Jetlag zu nagen.

Angenommen:
Der Aufwachvorgang des Mulgheta R. verschiebt sich täglich um eine Stunde nach hinten. Ist es möglich, dass Micha als Mulles Zimmergenosse  in der Nacht vor unserem ersten Spiel durchschlafen kann? Lösungen sind als Kommentar zu hinterlassen. Zu gewinnen gibt es Mulles innere Uhr. Uhrmacher und Belgier sind vom Wettbewerb ausgeschlossen.

David gegen Goliat 1:1

Lukas beim Training

Heinrich beim Training

Der geschädigte Niehaus befand sich zum Tatzeitpunkt bei der Ausführung einer Ecke. Den Ball vor sich hertreibend wurde er vom überführten Tatverdächtigen Smirek nach wenigen Ballumdrehungen rüde gestellt und gefällt. Dieser Vorgang wurde von den Zeugen Nowak und Blancone genauestens verfolgt und detailgetreu sowie glaubwürdig zu Protokoll gegeben. Drei weitere Tatzeugen sollten ebenfalls vernommen werden, waren zum Tatzeitpunkt allerdings blind.
Da Niehaus danach war Gleiches mit Gleichem zu vergelten, folgte ein identischer Tathergang. Gerade noch das Opfer mutierte Niehaus alsbald zum Täter. Er fällte Smirek nach einer erneuten Ecke mit einem lapidaren „Ups“. Eine wiederholte Zeugenvernahme erschien nicht notwendig, da in dieser Äußerung des Täters ein vollkommenes Geständnis enthalten war. Über das Strafmaß wird in bekannt türkischer Bürokratiemanier entschieden werden.

Verwirrung im Lostopf

„“Frankreich oder England, Hauptsache Italien!!“
Ähnlich geographisch bewandert sprach einst der Fußballphilosoph Andi Möller über seine internationalen Einsätze. Überwältigt von den Eindrücken der Auslosung kam es auch bei unserer Jule zu ähnlichen Schwierigkeiten in der Geographie. Am Mittagstisch verkündete sie der Mannschaft freudestrahlend, dass China, Thailand und Frankreich die gelosten Gruppengegner seien. Zwischen Auslosung und endgültiger Bekanntgabe löste sich aber Frankreich vom europäischen Festland ab und verschmolz mit England zum eigentlichen Gruppengegner England. Nach diesen Grenzbereinigungen wissen wir jetzt endlich wo Belgien liegt. Dieses unscheinbare, kleine, aber durchaus vorhandene Land, hat zwar nichts mit diesem Turnier zu tun, ging aber bei den Verrückungsaktionen zwischenzeitlich kurz verloren. Es konnte wiedergefunden werden und Frankreich entgeht so einer Niederlage gegen Deutschland.

Schäfer und Smirek vor dem Aus?

Wie heute nach dem Technical Meeting bekannt wurde, ist es den türkischen Medizinern nicht möglich mehr als fünf Athleten pro Tag zu klassifizieren. Fraglich bleibt, ob bei der Abarbeitung nach dem Alphabet der Buchstabe S überhaupt erreicht werden kann. Das würde das Aus für die Sportsfreunde Schäfer und Smirek bedeuten, da sie international noch nicht klassifiziert sind. Nur gut, dass die „alten Hasen“ Russom, Schwarze und Wahl schon ihren Stempel im Pass haben.

Eröffnungsspiel gegen den Vize-Olympiasieger

China wird am Montag (04.04.2011) um 10 Uhr unser erster Gegner des Turniers sein. Dieses ergab die heutige Auslosung der Gruppen für das Blindenfußball-Turnier. Damit wird gleich die erste Partie zu einer absoluten Bewährungsprobe. Die Kicker aus dem Reich der Mitte gewannen bei den Paralympischen Spielen 2008 in Peking überraschend die Silber-Medaille und mussten sich im Finale nur den favorisierten Brasilianern nur knapp geschlagen geben. Der WM-Dritte gilt daher als Turnier-Favorit.

Das zweite Spiel am Dienstag (05.04.2011) um 12 Uhr hält für uns mit Vize-Europameister England unseren Dauerrivalen der letzten Jahre bereit. Innerhalb der letzten zwei Jahre standen wir den Inselkickern viermal gegenüber. Dabei gab es für uns drei Niederlagen und ein verdientes Remis in Hereford im April 2010. Daher wird ein Sieg fällig.

Auch der dritte Gruppengegner am Mittwoch (06.04.2011) um 10 Uhr
kommt aus Asien. Mit Thailand treffen wir auf eine junge Blindenfußball-Nation. Die Södostasiaten sammelten bei den Asienmeisterschaften 2010 ihre ersten internationalen Erfahrungen.

Die zweite Gruppe setzt sich aus dem Gastgeber Türkei, dem Europameister Frankreich und dem Vize-Asienmeister Iran zusammen.

Verwundert nahmen wir zur Kenntnis, dass Italien, Uruguay, Weißrussland und Südkorea entgegen vorheriger Ankündigungen nicht am Turnier teilnehmen werden.

Standardsituationen bestimmen das erste Training

Nach ca. einer Stunde Busfahrt zur Spielstätte betraten wir erstmals das Stadion. Ecken und Freistöße bestimmten vorwiegend das Training. Diese können auf Grund der Leistungsdichte
auf internationaler Ebene spielentscheidend sein.

Aufwärmen im Kreis

Heute geht es um 19 Uhr mit einer Team-Besprechung weiter. Trainer Pfisterer wird uns auf die anstehenden Gegner einstimmen.

Micha, Sven, Lukas, Alex und Hein